Wir feiern 20-zig jähriges Vereinsjubiläum!!!


Am 30.August 1997 wurde unser Verein gegründet und die Feier zu unserem Vereinsjubiläum findet im Rahmen unseres Herbsttrainingslagers in Rothenschirmbach statt.
Anreise ist ab Freitag, 29.September 14 Uhr und durch unseren Nationalfeiertag können wir bis zum 3.Oktober nachmittags feiern!
Es gibt Wasser und Strom, Toiletten sind vor Ort. Für Stromnutzer kassieren wir 3 Euro für das gesamte Wochenende!
Bitte unbedingt bei Susi Kallasch anmelden, weil wir ja Essen bestellen müssen!
Gäste bezahlen für diese Wochenende 20 Euro!
Am Freitagabend 19 Uhr grillt für Euch der Verein und hier sind wieder leckere Salatspenden willkommen!
Das Training auf ausgeschilderter Strecke beginnt am Samstagfrüh ab 8 Uhr und sollte 14 Uhr beendet werden.
Um 15 Uhr treffen wir uns zu einer gemütlichen Kaffeerunde und gleichzeitigen Infoveranstaltung rund um unser Vereinsjubiläum.
Auch hier freuen wir uns über Eure leckern Kuchenspenden!
Am Samstagabend treffen wir uns mit unseren Gästen ab 18 Uhr wir werden für Euch ein Buffet aufstellen und es gibt eine Vereinpräsentation.
Ab 20 Uhr haben wir eine tolle Coutryband bestellt, wer Näheres über die Band "The Road Brothers" wissen möchte, kann sich bei youtube diverse Videos von ansehen.
https://www.youtube.com/watch?v=SJm9j6Ll2qE

Außerdem werden wir auch am Samstag das 1.MSC Jugendcamp durchführen, hier einige Programpunkte vorweg:

9.30 Begrüßung Einweisung
10.00 Aufbau Zelt
10.30 Einführung in den Schlittenhundesport, Better... Mushing für Kids, Einweisung/ Aufbau Trail
12.00 Mittagessen
13.00 Scooterlehrgang
14.00 Wettkampf Duathlon, Scooter/Cani Cross
16.00 Auswertung/Abbau Zelt/ Verabschiedung

Bitte sowohl für das Trainingslager, als auch für das Jugendcamp unbedingt bei Susi Kallasch anmelden.

Protokoll  Jahreshauptversammlung Samstag, den 22.4.2017  Rothenschirmbach

Tagesordnung

1.      Begrüßung

2.      Feststellung Beschlussfähigkeit

3.      Bericht Vorstand Saison 2016/17

4.      Bericht Kasse

5.      Bericht Kassenprüfer

6.      Entlastung Kasse/Vorstand

7.      Neuanträge, Kündigungen

8.      Sonstiges

 

Zu 1. Begrüßung erfolgte

Zu 2. Da alle Mitglieder fristgerecht in schriftlicher Form geladen wurden, nun 32 Personen anwesend sind , sind wir beschlussfähig

Zu 3. Auswertung  Rennen: Dieskau und Elsholz positive Bilanz, Mosbach lief ins minus, Kasse ist ausgeglichen

Zu 4. Kasse wurde geprüft, es gab keine Beanstandungen

Zu 5. Kasse/ Vorstand wird entlastet

Zu 6. In der Saison 2016/17 wurden 3 Rennen und 2 TL durchgeführt sowie Veranstaltung in Trebsen

-durch die Neuregelung in der Gästeklasse vom VDSV hatten wir pro Rennen 10-15 Starter weniger

-Trotzdem gute Teilnehmerzahl zu allen 3 Rennen

- Mitglieder des MSC haben erfolgreich an Rennen teil genommen :DM off Snow:3.PL Marcel Gürnth

EM England off Snow: 3PL. Gerhard Baumann, Marcel Gürnth

WSA EM Lauf off Snow: Lorenz Rink

DM Todtmoos Snow: 3. PL. Lorenz Rink, 5. PL. Marcel Gürnth

EM Inzell Snow: 19. PL. Lorenz Rink

Angela Dittrich und Heidi Vogel haben in Skandinavien erfolgreich  an Distance Rennen teil genommen

-Vorstand hat 7 Vorstandssitzungen durchgeführt zur Vorbereitung und Auswertung von Rennen oder TL

-Vorstandsmitglieder  nahmen an 2 Versammlungen sowie die Rennleiter an Rennleitertagungen des VDSV teil

-dort gab es Neuigkeiten: Robert Delor berichtet, dass VDSV Beiträge erhöht werden, die Regelung Gästebeitrag zunächst 10, später 25€ bekannt gegeben wurden, Ausgaben die der MSC nicht bewältigen sondern auf die Starter ohneMP (Tageslizens) umlegen muste

-Rennen wurdenzu Ranglistenrennen gemacht, MSC hat keinen Antrag gestellt, somit soll die Abgabe pro Starte von 1 auf 5€ gesteigert werden

- MSC legt Widerspruch gegen einige Beschlüsse ein: keine Protokolle , der Beschluss des Verbandskongress vom 18.9.2016- die Gebühr von 25 auf 10€ herab zu setzen erfolgte ohne Angabe der terminlichen Wirksamkeit

-je mehr Musherpässe der Verein löst, um so mehr Stimmen hat der Verein!

Zu7. Neue Mitglieder im MSC: Heidi Vogel, Angelika Dittrich, Max Schreiter, Emily und Claudia Baumgarten, Lina Humbeck, Beatrice Dachsel, Sybille Noll,

Austritte : H.J. Linde, Uwe Fischer

Zu8. Sonstiges:

-da der VDSV Beiträge anhebt , muss der MSC auch die Beiträge ab 2018  erhöhen:

Vollmitglied 50€,Familienmitglied 25€, MSC Mitglieder , welche einen gültigen Musherpass haben, bekommen bei jedem MSC Rennen 5€ rückerstattet

Da die Abgabe Gaststarter auch im nächsten Jahr nicht geklärt ist, führt der MSC in der Saison 2017/18 keine VDSV Rennen sondern SCHLITTENHUNDE SPORTVERANSTALTUNGEN durch

Ankündigung: Der MSC feiert seinen 20. GEBURTSTAG!! Vom 29.9. bis 3.10 2017 in Rothenschirmbach : Samstag spielt eine Band:“ The Road Brothers“, Buffet ,trotzdem bitte Kuchen und Salate mitbringen

Sonntag, den 30.9. JUGENDCAMP des MSC: Better Mushing für Kinder, Rollertraining und vieles mehr: Bitte vorher anmelden!!!

-Rennen in Dieskau entfällt, dafür 21./22.10.2017 Rennen in Elsholz

- Frank Baumgarten stellt 2 neue Rennorte (eventuell) vor:

- Rennen auf der Teamsburg/ Bad Langensalza: erste Absprachen erfolgten, angedacht im Herbst 2018

- Rennen  POSSEN ( Kyffhäuser- Sondreshausen), ca 20 ha Privatland, erste Absprachen erfolgten, Rennen wird angedacht März 2018

-Trebsen Nordland Festivall –TL: es wurden 700€ dem Tierheim übergeben (Erlös von Kinderfahrten)

Ca 25 Teilnehmer mit Schlittenhunden, wenn der Förderverein sich wieder an uns wendet, werden wir dieses Event wieder unterstützen

-Mitteldeutsche Meisterschaft 2017/18 wird wieder stattfinden (kein VDSV Rennen)- 2 Rennen für die Wertung notwendig!

- Diskussion über SCHLITTENHUNDE SPORTVERANSTALTUNG: wird von Mitgliedern akzeptiert,

-Erhöhungen der Mitgliedsbeiträge auf Grund der Abgaben VDSV , Landessportbund wird angenommen

- Verein soll sich bei der Verbandstagung stark machen

- Anbieten neuer Vereinsjacken (Winterjacken): Verein besser auf Rennen präsentieren

-Preis; 40€ incl. Druck, dies gilt nur für MSC Mitglieder!

Bestellung bei Frank BaumgartenÜberweisung auf Vereinskonto ( Info bei AKTUELLES auf unserer Seite) Ausgabe zum TL im Oktober

Verabschiedung

 

Neue Vereinsjacken

bei Interesse bitte bis 14.Mai 2017 bei Frank melden

 frank.baumgarten@traco.de

 

Schlittenhundesport an der Ostgrenze Europas

ein Bericht von Kathrin Hofmann

Als ich im Juli 2016 nach Estland kam war hier noch Sommer und an Zughundesport noch nicht zu denken. Durch einen guten Bekannten bekam ich den Tipp, was hier oben an Rennen veranstaltet wird: der Baltic-Cup. Mittlerweile macht er Station in 5 Ländern: Litauen, Lettland, Estland, Russland und Weißrussland. Letztes Jahr gab es noch 2 Stationen an denen ich teilnehmen konnte, in Lettland und Estland. Am Anfang war der Plan nur in Estland zu starten, da mich aber die Neugier packte, meldete ich auch für Lettland. Das Rennen fand am 22./23. Oktober statt, circa 4 Stunden von Tallinn entfernt. Die Anmeldung lief problemlos und überhaupt gab es alle Informationen neben der Landessprache auch in Englisch und Russisch. Zum ersten Rennen reisten wir 4 gemeinsam und waren Freitagabend in unserer Unterkunft, einer Schule. Vorher wollte ich gern noch melden und wissen, wo das Rennen genau stattfand, aber leider war abends keiner anzutreffen und der Stake out sehr leer. Ich erfuhr dann auch noch, dass das Rennen erst 13 Uhr startet und ich bis 11 Uhr da sein müsste. Gut, erster Unterschied zu den Rennen, die ich in Deutschland gefahren bin.  Morgens nach dem Frühstück packten wir alles ein und fuhren 10 min zum Stake out. Dort gab es eine tierärztliche Kontrolle der Hunde, inklusive Chip ablesen und einen Materialcheck. Dabei lernte ich auch, das beim Scooter fahren die Leine direkt am Roller sein muss und nicht am Bauchgurt. Gut, nachdem alles geklärt war, fand um 12 Uhr die offizielle Eröffnung statt.

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Da ich die einzige Deutsche war, war klar, wir fallen auf. Wir unterhielten uns sofort gut mit den einzigen Finnen, die auch in Scooter 2 starteten. 

Das Rennen an sich war super, die Strecke total abwechslungsreich und schnell. Am ersten Tag kam ich gleich zu spät zum Start, da meine Uhr und die Rennuhr wohl nicht dieselbe Zeit hatten… nichts desto trotz fuhr ich die 4,4 km in 16:48min und war damit 8. von 8! Das war also auch ein Unterschied zu den Rennen in Deutschland, die ich bisher gefahren bin, ich war langsamste. Aber der Grund des Mitmachens war ja auch nicht gewinnen, sondern Spaß haben! Und den hatte ich. 

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Der Musherabend fand mit gutem Essen in der Turnhalle der Schule statt und es gab auch noch ein Quiz, welches sich die lettischen Veranstalter ausgedacht hatten. Ein schöner Zeitvertreib mit Preisen der Sponsoren!

Am Sonntag startete das Rennen um 10 Uhr und ich ging beruhigt auf die Strecke, schließlich war ich ja letzte und es gab keinerlei Stress mehr, denn es war unmöglich die anderen Starter einzuholen. Wir nutzten es als schönes Training, überholten ein junges Huskygespann und spielten für sie „Hase“. Überhaupt war es sehr entspannt auf der Strecke, die schnellsten der schnellen rauschten einfach an einem vorbei, ohne das die Hunde auch nur zuckten. In der Zeit des Wartens wurde noch ein kleiner Teamwettbewerb veranstaltet. Jeweils 3 verschiedene Teilnehmer (eines Landes) traten im CaniCross, Biken und Scootern gegeneinander an. Selbst das Zuschauen machte Spaß, auch wenn die Teilnehmer es alle sehr ernst nahmen. 
Das Rennen in Estland fand am 05./06. November statt und dieses Mal war ich allein mit den Hunden unterwegs. Ich hatte wieder ein kleines, nettes Zimmer, direkt mit Blick auf Start und Ziel. Interessant war dieses Mal, dass es geschneit hatte, es aber ein Dryland Rennen war. Was wurde also gemacht? Richtig, es wurde die Strecke geräumt! Tja, in Deutschland wünscht man sich Schnee und hier war er eben zu früh…


Unterschied zu Lettland war, dass man dieses Mal einen Zeitmesser am Körper hatte, der beim Durchfahren von Start und Ziel aktiviert und deaktiviert wurde. Sonst war es auch hier wieder alles unproblematisch und machte Spaß. Die Strecke war jetzt 6km lang und ich nach dem ersten Tag vorletzte- wenn sich das von Rennen zu Rennen steigert, dann gewinne  ich bald… Spaß beiseite, auch in Estland erlebte ich 2 tolle, gut organisierte Tage und ich freue mich schon auf die gesamte Etappe! Denn dieses Jahr werde ich versuchen alle 6 Rennen zu fahren- wann kommt man schließlich sonst mit Hunden nach Russland? Eine einmalige Gelegenheit!

 

Nordlandfestival Trebsen

10.-12.Februar 2017

Trainingslager mit besonderem Charakter ein Erlebnisbericht von Esther Lindermann

Vom 10. bis zum 12. Februar 2017 gestaltete der Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege e.V. im Rittergut Trebsen das 1. Nordlandfestival Trebsen. Ein Fest für alle, welche die Kultur des Nordens in ihren bunten Facetten lieben.

Der MSC war mit dabei um die Welt der Schlittenhunde und den Schlittenhundesport zu präsentieren. Das Trainingslager unterhalb des festlich erleuchteten Schlosses im Schlosspark sorgte  für eine romantische Kulisse. In der Nachtbarschaft das Vickingerlager- raue und wilde Gesellen, die Abends genauso friedlich am Lagerfeuer sitzen wie Schlittenhundebesitzer.

Die Mitglieder des MSC waren aufgerufen sich neben dem Training der Hunde am Festival an verschiedenen Aktivitäten zu beteiligen. So gab es an beiden Tagen Vorstellungen der Schlittenhunderassen und des Equipments. Da unter den ca. 25 angereisten Mushern fast alle Rassen vertreten waren, konnten den interessierten Publikum diese auch präsentiert werden: Samojeden, Alaskan Husky, Sibirien Husky, Grönlandhund, Malamute, Hound, Bordercollie sowie ein lauffreudiger Hund aus Mexiko- so unterschiedlich im Charakter und Äußeren, vereint alle der unbändige Wunsch zu laufen, zu laufen und nochmal zu laufen.

Womit das laufen möglich gemacht wird wurde ebenso vorgestellt. Auch hier schaffte es der Verein die Vielschichtigkeit des Hundesports aufzuzeigen. Vom Canicrossgürtel, Roller, Fahrrad, verschiedene Wagen, Holzschlitten, Pulkas bis hinzu Sprint- und Langstreckenschlitten waren alle Ausstellungsstücke vorhanden. Über den ganzen Tag wurden Mitfahrten für Kinder angeboten, was im Vorfeld von Vereinsmitgliedern gut vorbereitet wurde. Jeder Musher bekam ein Schild an den Stake-out mit je einem Bild eines wachen und eines schlafenden Hundes. Jetzt konnten sich die Besucher ein waches Hundeteam aussuchen und hatte die Qual der Wahl zwischen gemütlichen und kuscheligen Malamuts oder super skinny Sprintern. Dann musste der Haftungsausschluss unterschrieben werden und am Start eine Spende in die Spendenbox des Tierschutzvereins Muldental e.V. gegeben werden. Nun konnte die Fahrt losgehen, was zu glänzenden Kinderaugen, roten Wangen und Nasen aufgrund des Fahrtwindes und wartenden Eltern und Großeltern im Zielbereich mit gezückten Fotoapparaten führte.

Die Kindermitfahrstrecke betrug ein Kilometer. Zu Trainingszwecken stand noch eine 3 km und eine 6 km Strecke bereit, so das jeder Musher optimale Möglichkeiten hatte seine Hunde nach seinen Trainingsstand zu bewegen. In den Ruhepausen für die Hunde standen viele Hände zum Streicheln bereit, den die Besucher waren zahlreich und gern bei den Hunden.

Für die Teilnehmer am Fest gab es Spezialitäten aus Skandinavien, Russland und Alaska; am Abend eine Feuershow, Zeltsauna, nordische Volksmusik, russischer und finnischer Tango und Musik aus Alaskas Wäldern.

Ein rundum gelungenes und abwechslungsreiches  Wochenende mit freundlicher, entspannter Stimmung. Da unterschiedliche Gespanngrößen, schnelle Rassen und gemütliche Läufer, sowie Profis und Anfänger miteinander und untereinander starteten, entstand eine wirklich schöne bunte Mischung für die Zuschauer. Hier wurde auch deutlich, wie wichtig Fairness, Rücksicht und Hilfsbereitschaft im Sport sind. Helfende Hände waren immer da, wenn sich mal zwei Gespanne begegneten oder Starthilfe nötig war.

Einen herzlichen Dank an alle Teilnehmer, Vorbereiter, Aufräumer, Planer, Durchführer und natürlich an alle mitfahrenden Kinder und ihre Eltern für die Spende an das Tierheim Schkortitz. Das Spendengeld wird für die nötige Sanierung und Dämmung der Gebäude benötigt. Nähere Informationen dazu unter .tsv-muldental.de.

Über das Wochenende ist durch die Kinder-Rundfahrten und weitere Spenden die wunderbare Summe von 696,77 Euro zusammen gekommen, die ich heute im Namen des Mitteldeutschen Schlittenhundeclubs dem Team vom Tierheim Schkortitz überreichen durfte. Das Geld wird in die Dachdämmung und Sanierung des Haupthauses fließen. Der kleine Heinzi (9 Monate) auf dem Bild sucht übrigens noch sein endgültiges Zuhause...

 

Hundenotvermittlung 

 

Bericht und Bilder von der IFSS EM 2016 in England    von Marcel Gürnth

Videoimpressionen von der EM

Vom 18. bis 20. November 2016 fand in England die IFSS-Europameisterschaft Off-Snow statt. Damit standen die Organisatoren der Britsisch Sleddog Sports Federation vor der Herausforderung, erstmals ein internationales Event dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen. Und bis auf Kleinigkeiten haben sie es auch geschafft, inmitten des Waldes eine ordentliche Infrastruktur für mehr als 500 Menschen aus knapp 20 Ländern auf die Beine zu stellen – mit großzügigem Stakeout, Wasservorrat, Duschen, Informationsbereich, Race Office, Festzelt (einziger Minuspunkt: fehlende Heizmöglichkeit) und einer ausgezeichnet vorbereiteten Rennstrecke. Hervorzuheben sei dabei die hervorragende Zeitmessung mit Chips und Live-Auswertung. Direkt nach dem Zieleinlauf konnten sich die Musher anhand ihrer BIB-Nummer ein Ticket mit ihren Zeiten und ihrem aktuellen Rang in der jeweiligen Klasse ausdrucken lassen.

Der Trail war einer Europameisterschaft würdig. Eine schnelle Strecke auf pfotenfreundlichem Wald- und Wiesenuntergrund mit wenigen Metern Höhenunterschied lud dazu ein, die schnellsten Musher Europas zu ermitteln. Einige Cancirosser kritisierten die vermeintliche Monotonie des Trails, der – im Vergleich zum Vulcanicross, Nové Město u.ä. – sicherlich technisch nicht anspruchsvoll war. Für schnelle Biker und Gespanne war er jedoch ideal und die Hunde konnten zeigen, was in ihnen steckt.

Offiziell eröffnet wurde die EM am Donnerstag (17. November) mit dem feierlichen Einmarsch der Teams aller Nationen. Das deutsche Team bestand aus 13 Personen, angeführt von Teamleader Werner Schaub (SSBW). Vom MSC starteten Gerhard Baumann in der 8-Hunde-Klasse und  ich (Marcel Gürnth) in Scooter (2 Hunde). Am Freitag und Samstag wurden die ersten Wertungsläufe der 1-Hunde-Klassen durchgeführt. Am Samstag und Sonntag folgten dann auch die Wertungsläufe von Scooter (2 Hunde) bis zum 8-Hunde-Gespann.

Auf dem Stakeout und im Start- und Zielbereich herrschte derweil immer ein freundliches Miteinander der Teilnehmer aus den unterschiedlichen Nationen. Auch die Atmosphäre innerhalb des deutschen Teams war jederzeit freundschaftlich und kollegial. So war es für alle Teilnehmer selbstverständlich, beim Dog-Handling und Einspannen bei den drei deutschen 8-Hunde-Teams (die teilweise im 2-Minuten-Abstand nacheinander starten sollten) auszuhelfen.

Sportlich brauchte sich das deutsche Team nicht zu verstecken. Generell können sich die Resultate aller 13 deutschen Starter sehen lassen, maßen sich in England doch die besten Musher Europas und vielfach lagen zwischen dem ersten und dem zehnten Platz weniger als 60 Sekunden. Dabei hat sich niemand blamiert, aber einige Erfolge stachen besonders heraus. So konnte Marc Prins (SCVH) den Europameistertitel der Canicross Veteranen erlaufen. Seine Frau Jule (ebenfalls SCVH) konnte sich bei den Bike-Damen die Silbermedaille erkämpfen. Den zweiten Europameistertitel für Deutschland hat Ursula Steeb (SSBW) bei den Bike-Veteraninnen eingefahren – und das mit Kreuzbandriss! Bike-Veteran Dirk Lehner (BWSC) erkämpfte sich eine Bronze-Medaille, ebenso wie Canciross-Veteranin Viola Hummel (SCVH). Sabrina Steinmeier (SSVS-O) wurde in der Gesamtwertung in der Scooter-2-Hunde-Klasse zwar „nur“ 7. (von 32 Starter/innen), erhielt aber dennoch eine Bronze-Medaille, da diese Klasse bei der Ehrung noch in männlich und weiblich aufgeteilt wurde, was so in den IFSS-Rennregeln eigentlich nicht vorgesehen ist. Wir freuen uns natürlich trotzdem für sie. Besonders aber auch über die Bronze-Medaille, die Gerhard Baumann (MSC) als bester Deutscher in der 8-Hunde-Klasse einfahren konnte, der an beiden Tagen in knapp über 11 Minuten über den 6,1 Kilometer langen Trail fegte. Eigenen Aussagen zufolge hätte er eventuell noch ein paar Sekunden herausholen können. Das lässt schon für nächstes Jahr hoffen, wenn die IFSS-Weltmeisterschaft in Polen stattfindet…

Insgesamt steht das deutsche Team mit 7 Medaillen im Ranking der Nationen auf Platz 5 hinter Großbritannien (10), Norwegen (11), Schweden (11) und Tschechien (12, davon 6x Gold!).

     

 

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